Dienstag, 23. Juli 2013

Magische Momente

Ich mag gerade sie am liebsten, diese magischen Momente, die sich so aufdringlich ins Blickfeld rücken, dass man nicht anders kann, als ihnen eine Bedeutung abzuringen. So ging es mir heute in den Abendstunden, als ich durch unseren Garten spazierte. Ein kleines rundes Beet ziert unseren Rasen, mittendrin. Ich gestalte es im Gedenken an meinen im Jahr 2012 verstorbenen Vater. Sein Grab liegt in größerer Ferne und da es für mich gleich ist, wo ich meinem Vater nahe bin, da ich ihn im Herzen trage, kann ein Naturplätzchen dazu auch in unserem Garten sein. Wenn ich es gestalte, fühle ich mich ihm besonders nah.
Nachdem unser kleiner Gnom Sansorius in einem Winter zerbröselt war, lag der flache Stein, auf dem er gehaust hatte, leer in dem Rundbeet. Hier ist der kleine Schelm noch ganz:




Inzwischen ist das Beet erheblich größer geworden, da ich es regelmäßig rundherum absteche und es dabei nach und nach wächst. Es sind noch ein paar Semperviven dazugekommen, auch ist der kleine Euonymus im Hintergrund gehörig gewachsen und der Holzbogen ist kaum noch zu sehen. Das steinerne Herz aus Norwegen hat nach wie vor seinen Platz.

So fand ich das Beet heute Abend vor:


Auf der kleinen Steinplatte steht inzwischen ein Engel, den mir eine liebe Nachbarin geschenkt hat. Im Hintergrund ist das norwegische Steinherz zu sehen. Und nun sieh mal einer an - was ist denn da geschehen? Hat doch der kleine Engel mit magischem Blick eine Blüte direkt vor seiner Nase hochgezaubert! Dieser Zusammenhang sieht so umwerfend komisch aus, dass ich ihn von vielen Seiten mit der Kamera einfing.


Was für ein bezwingender Blick! 
Die leeren Körbchen des Engels störten mich. Dieser Engel der Fülle kann doch nicht mit leeren Körben vor so einer schönen Blüte stehen! Also beschenkte ich ihn mit zwei kleinen Sträußchen, die nun seine Körbe zieren:


Dies ist nur ein Steinengel, doch danke ich im Herzen den Kräften der Natur, den engelhaften und elfenhaften Wesen, die diesen Zauber in meinem Vater-Gedenkbeet zustande brachten.

Und nun zum Schluss noch ein paar andere Perspektiven:



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