Mittwoch, 13. April 2016

Frühling, Du hast mich geküsst!

Da ist sie wieder, die strömende, fließende, alle Zellen erwärmende Gartenfreude! Ausgelöst wird sie spätestens dann, wenn die Schönsten des frühen Jahres, die in sich selbst Verliebten, die narzisstischsten aller Gartenblumen, ihre Schönheit aus noch geheimnisvoll verbergender Knospe entlassen und mir in Augen und Seele springen. 


Ich fühle mich wie frisch verliebt, habe Schmetterlinge im Bauch und Düfte unter der Nase, denn es gibt auch die (manchmal fast schon zu aufdringlich) duftenden Sorten der narzisstischen Narzisse.

In meiner Seele spricht sie in verführerischen Tönen, lockt mich täglich in den Garten, wenn sie bei einem flüchtigen Blick von mir nach draußen meinen Blick einfängt.

Da ... schaut her! Auch Euch möchte sie teilhaben lassen an ihrer Eleganz, ihrem zarten Gelb und Weiß, wie Vanillepudding anmutend, in Glocken, deren Bau uns einfach nur staunen lässt ob ihrer Perfektion.


Wie ist das Glöckchen nur an die Blütenblättchen angebracht?, möchte man fragen. Es gibt keine Löt-, keine Klebestelle. Nur eine schöpferisch-perfekte Verbindung. Brahma, der Schöpfergott, hat das feine Gebilde erschaffen, Vishnu, der Erhalter, möge dafür sorgen, dass die Pracht nicht allzu schnell vergeht, bevor Shiva die Blüte ins Welken überführt und so Platz für Neues schafft. Für einen dicken Knoten, aus dem sich dann Samen entwickeln können. Nicht in meinem Garten, wo ich dies nur in Ausnahmefällen zulasse, denn die Samenbildung schwächt das Zwiebelwachstum bis zum nächsten Frühjahr. Und doch soll auch dieser Weg der Vermehrung über Samen einen kleinen Raum im Garten erhalten. Dafür bin ich einfach immer wieder zu neugierig. 

Weitere Schönheiten wollen sich noch zeigen ... nun, meines Herzens Freude wird nun schweigen und Euch schauen lassen. Lasst Euch ebenso Schmetterlinge in den Bauch flattern und genießt:

Osterglocke

Elca (?)

Rip van Winkle

Ice Follies 

Juanita (?)

in Tönen
gehören einfach dazu

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