Sonntag, 7. Juli 2019

Eine Pracht!


Eine der beiden Riesenknollen der Wunderblume (Mirabilis) wollen wir dieses Jahr im Verlauf ihrer Entwicklung begleiten. Ich habe sie in denselben Kübel gepflanzt, in dem sie auch letztes Jahr gewachsen und wieder eingezogen ist. 

Hier nun ein paar Eindrücke ihres Austriebs und Wachstums - all das geschah in nur einem einzigen Monat:






Im aktuellen Stadium bilden sich schon die ersten Zweiteilungen bei den Stängeln, ein Zeichen dafür, dass es bald mit dem Blühen beginnen kann. Hier deutlich zu erkennen:


Montag, 10. Juni 2019

Collagen aus unserem Garten

Es ist schon über ein halbes Jahr her, dass ich hier mal etwas erzählt habe. Inzwischen ist der Sommer angebrochen und es hat sich im Garten schon sehr viel getan. Zum Einläuten der Saison gibt es heute erst einmal einige Collagen.


Blumen, die irgendwo erscheinen, wo ich sie nie ausgesät habe, mag ich ja besonders. So erschien dieses Jahr ein Fingerhut (unten links) direkt hinter der Terrassenwand, wo er inzwischen eine Größe erreicht hat, der meine fast schon überragt. 

Die Hornveilchen (unten rechts) blühen noch immer in einem Trog auf der Terrasse. Sie sind mir einfach noch zu sehr schöne Augenweide, als dass ich sie für andere Sommerblumen, wie etwa Petunie oder Geranie ausreißen könnte.

Farn (Mitte links) gedeiht bei uns an vielen Stellen im Garten und auch in den Blumenkästen auf der Terrasse. Ich liebe dieses frische Grün, verwende die Wedel auch oft in Blumensträußen.

Zwar haben wir heute Pfingsten, aber die Pfingstrose (oben links) ist eine späte Sorte, die sich noch etwas Zeit lässt. Wenn alle anderen verblüht sind, zeigt sie sich ebenso in wunderschöner Pracht.

Die im Winter auf dem Dachboden verstauten Deko-Gartenmöbel (oben rechts) sind nicht bequem, laden aber zum spontanen Niederlassen bei meinen Gartenspaziergängen ein, um von verändertem Stand- bzw. Sitzpunkt aus Neues zu entdecken oder zu beobachten.


Es haben sich mehrere Fingerhüte im Garten angesiedelt. Es gibt sie dieses Jahr in den Farben Weiß (oben links), lila und rosa. Und alle haben sich ganz von selbst ausgesät, denn Fingerhut gibt es jedes Jahr in unserem Garten. Ich entferne ihn nicht, kontrolliere ihn nicht. Er kann wachsen, wo er mag. Er ist mir an jeder Stelle willkommen. Was für eine dankbare Blume!

Den Wollziest (unten links) bekam ich von meiner Schwägerin geschenkt. Er hat im Auto eine Reise aus München bis ins Lipperland überstanden, und das an einem heißen Sommertag. Was für eine genügsame Pflanze, die auch locker den Winter übersteht. Wen wundert's? Sie trägt ja auch einen samtweichen Wollpulli. ;-)

Oben rechts habe ich die Blüte meines Einblatts (Spathiphyllum - eine dankbare Zimmerpflanze) festgehalten. Der Blütenkolben gibt auf die Blätter der grünen Pflanze immer dann einen weißen Blütenstaub ab, wenn die Blütenhülle sich voll geöffnet hat.





Ein Konzert aus Pink- und Violetttönen macht den Charakter der nächsten Collage aus. 

Akelei (oben links), Blüten einer Kornblumenstaude (oben Mitte), lila Fingerhut (oben rechts und unten Mitte), Hornveilchen (unten links) und Glockenblume (unten rechts).




Ohne Erläuterung (da schon in anderen Collagen vertreten).






Und nun wende ich mich wieder meiner großartigen Lieblingsblume zu, der Mirabilis jalapa (Wunderblume). Im letzten Herbst hatte ich ja zwei Knollen in einem Karton mit Papierschnipseln in der Garage überwintert. Viele der Samen des letzten Jahres habe ich überallhin verschenkt. Wo wohl die vielen -zig Kinderchen Gärten, Balkone und Terrassen verschönern?

Das Winterquartier
Knollengröße nach dem ersten (unten) und nach dem zweiten Jahr (oben)

Anfang Mai nun habe ich die zwei dicken Knollen in je einen Topf mit Blumenerde gepflanzt (auf der Collage oben und unten rechts). Dadurch sind die beiden Exemplare natürlich schon viel weiter als ihre Babys vom letzten Jahr (links), die ich aus Samen heranziehe. Die Knollen sind nun schon im dritten Jahr und ich bin sehr gespannt, wie groß die daraus entstehenden Pflanzen werden. Die beiden kleineren Knollen habe ich verschenkt.

Es hat recht lange gedauert, bis die Mirabilis mit dem Austreiben anfing, doch das Warten hat sich gelohnt. Man weiß ja immer nicht, wie viel Treibkraft nach dem Winter im Karton noch in ihnen steckt. Es ist mir auch schon mal passiert, dass die Knollen verschimmelt waren. Aber dieses Jahr hat es wohl gut geklappt. Ich werde vom Fortgang berichten ...

Donnerstag, 15. November 2018

Mirabilis - wie geht es weiter?

Erfreut kann ich - die Gartenfee - nun mitteilen, dass durch die diesjährige Samenproduktion meiner Wunderblume 58,00 € zusammengekommen sind, weil ich Menschen dafür gewinnen konnte, die Peter-Gläsel-Schule in Detmold-Heidenoldendorf zu unterstützen. Die Blumenliebhaber durften gegen eine beliebige Spende einen kleinen Umschlag mit 10 Samenkörnern mitnehmen, die sie im nächsten Frühjahr selbst zu einer Pflanze für Balkon, Terrasse oder Garten heranziehen können.

Damit werden die Kinder der Schule unterstützt, die für ihre Lernwerkstatt Experimentierkästen von Lego bekommen sollen, zugleich wird auch meine Wunderblume weiter in Lippe verbreitet. Eine Win-Win-Sache - welche Freude! 

Hier ist mein Verkaufsstand vom letzten Wochenende zu sehen, von dem leider nur wenig gekauft wurde. Die Samentütchen wurden in größerer Menge gegen eine Spende abgegeben.



Gelber Pfeil = das kleine Körbchen mit den Samentütchen
Pinkfarbiger Pfeil = Information zu Mirabilis


Zum Dank bekam Mirabilis für den Winterschlaf ein kuscheliges Bett im Garagenregal. Es besteht aus einem Karton, der prall gefüllt ist mit Schnipseln aus dem Papierschredder. Auf diese Weise sind die Knollen vor Frost geschützt und können im Frühjahr ihr gutes Werk fortsetzen.



Ich werde im nächsten Frühjahr berichten ...


Mittwoch, 7. November 2018

Ende einer Wundersaison

Hallo, liebe Mirabilisfreunde!

Da sind wir wieder, um Euch zu zeigen, was wir in den letzten Wochen der Saison noch getrieben haben.

Am 11. Juli schob unsere Gartenfee morgens das Plisseerollo herunter, freute sich über unsere Blütengeschenke der vergangenen Nacht, mit denen wir durch die Fensterscheibe lächelten, öffnete die Tür und begrüßte uns mit ihrem üblichen: Guten Morgen, ihr Schönen!




Es macht uns Tag für Tag bzw. Nacht für Nacht Freude, sie jeden Morgen mit einer neuen Blütenserie zu begrüßen. Freude zu bereiten ist unser Lebenssinn!


Nun sagt schon, Ihr freut Euch doch jetzt auch, oder? Könntet Ihr nur den Duft wahrnehmen, den wir aus unseren Blütenkelchen ausstrahlen!



Nach Herzenslust spielen wir mit unseren Farbpigmenten und erschaffen damit immer wieder neue Bilder. Als Blumenkünstler schwingen wir unseren Farbpinsel täglich neu und bringen Euch Menschen so zum Staunen.


Wie Sterne am Himmel leuchten unsere kleinen Trompeten vor einheitlich grünem Hintergrund. 


Neues und Altes existiert friedlich nebeneinander. In der einen Blüte (obere) ziehen wir die Kraft wieder nach innen, um sie in Früchte umzuwandeln, in der anderen (untere) bahnen sich schon die Düfte an, mit denen wir nachts die Falter anlocken werden.



Und damit Ihr uns auch glaubt, dass wir nachts am schönsten sind, hat unsere Gartenfee uns in der Dunkelheit abgelichtet.



Unsere zwei Geschwister sind inzwischen aus der Schubkarre mit der geringen Bodentiefe in den großen Blumentrog auf der Terrasse umgezogen. Wie die sich jetzt wohl freuen! Dort haben sie mehr Erde als wir ...



Wie schnell sie darauf reagieren! Sie sind zwar viel später dran als wir, die wir ja schon seit Mai im Blumenkübel wohnen, aber nun legen sie ordentlich zu. Vom 1. September bis zum 16. September haben die beiden sich prächtig entwickelt ...



... während wir inzwischen unseren Zenit längst überschritten haben. Aber unsere Gartenfee kennt die Zyklen des Lebens und sieht es gelassen. Jeden Tag hat sie uns geputzt, unsere Früchte abgesammelt und gezählt. Wie menschlich! Aber zum Staunen hat sie es wohl gebraucht ...



An einem Tag Mitte Oktober scheint die Sonne noch immer so, als wolle sie den Sommer noch nicht gehen lassen. Aber die Tageslänge hat sich deutlich verringert. Und wir haben unsere ganze Kraft gegeben für die vielen kleinen Eiergranaten, die unsere Gartenfee während der Zeit in einem kleinen Gefäß gesammelt hat. Es wurden Hunderte!

Wir allerdings machen langsam schlapp - man sieht es sogar durchs Rollo ...



Anfang November hat die Gartenfee von uns den Wunsch vernommen, dass wir uns in viele Gärten verbreiten möchten und hatte eine geniale Idee ...


sie packte uns in Zehnerbündeln in kleine Briefchen ...



... legte einen Zettel mit Anleitungslinks dazu ...


und beschloss, uns bei einer Verkaufsveranstaltung ihres Städtchens gegen eine Spende abzugeben.




Und am 3. November warteten wir noch mit einer großen Überraschung auf! Unsere Gartenfee buddelte uns aus der Erde. So soll es nämlich sein, wenn unsere Saison vorüber ist. Unsere Knollen werden liebevoll von Erde befreit, lose in Zeitungspapier gewickelt und in einem Jutesack unter die Decke des Gartenhauses gehängt, wo wir frostfrei überwintern können.

Hier die Überraschung:


Wir zwei Großen hatten zwei Samen unter unsere Fittiche genommen und unbemerkt zu Pflänzchen werden lassen. Die Gartenfee dachte ja, sie hätte alle neu ausgetriebenen Sprösslinge entdeckt und entfernt. Ha - Pustekuchen! Diese zwei haben wir beschützt.

So sehen unsere Kinder nach einem Jahr aus. Wir zwei Großen waren ja letztes Jahr schon als Knolle im Winterquartier, die beiden Kleinen haben ihren ersten Hüttenwinter vor sich. 

Und nun hoffen wir, dass im nächsten Jahr ...

sich unsere vielen anderen Kinder in und um unser Städtchen auf vielen Terrassen verbreitet haben werden und dort vielen Menschen Freude bereiten dürfen! Das wäre 



Eure Mirabilis Wunderblumen

Freitag, 20. Juli 2018

Entdeckt!

Da es mit der direkten Pflanzenbefragung bei mir noch nicht so ganz gut klappt, habe ich mal recherchiert und fand heraus:

Die Wunderblume hat Blüten unterschiedlichster Couleur und sogar solche, die aus verschiedenen Farben zusammengesetzt sind:



Das ist nun für mich nicht neu, denn ich erlebe es Jahr für Jahr. Was ich allerdings nicht wusste ist, dies (Zitat):

Das Pigment, das für das menschliche Auge gelb erscheint, leuchtet im bläulichen Licht der Abenddämmerung grün - und das wiederum können Bienen hervorragend wahrnehmen.
Weitere Informationen zu der Erklärung hier.

Allerdings fand ich noch keine Erklärung dazu, wie die Wunderblume aus ein und derselben Pflanze Blüten in verschiedenen Farben generiert. Das Rätseln geht weiter ...

Vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen???

Mirabilis und der Wunderschmuck

Liebe Wunderblumenfans,

es ist einige Zeit ins Land gegangen. Ihr erinnert Euch? Letztes Mal zeigten wir Euch unsere ersten Anzeichen davon, dass wir blühen wollten. Wir hatten unsere Austriebe geteilt. So sah das aus:


Inzwischen ist unsere Gartenfee Tag für Tag mit uns befasst, denn wir blühen ohne Unterlass. Ja, sie erlebt ein wahres Wunder mit uns!

Und sie weiß unseren Zauber zu würdigen. 

Wie sie das tut?

Jeden Morgen lässt sie das Raffrollo herunter und erfreut sich an den vielfarbigen Blüten, die wir ihr jeden Tag aufs Neue schenken. Dann öffnet sie die Tür, begrüßt uns mit einem freudigen "Guten Morgen, ihr Schönen", das aus ihrem Herzen spricht und entfernt dann liebevoll alle zusammengezogenen Blüten des Vortages. So erstrahlen wir Tag für Tag in neuem Glanze. Dieses Ritual nennt unsere Gartenfee Meditation und das ist auch für uns sehr angenehm, denn wenn wir uns wahrgenommen fühlen, geht es uns richtig gut. An heißen Tagen bekommen wir täglich mindestens drei bis fünf Liter Wasser, manchmal mit einem Schlückchen Dünger versetzt. Wir blühen auch ohne diese Zusatzgabe, aber wir verschmähen sie auch nicht.

Und dieses Jahr haben wir uns noch etwas Besonderes für unsere Gartenfee ausgedacht. Wir blühen nämlich bis mittags, so dass sie den halben Tag lang an unserem Duft schnuppern kann.

Im großen WeltWeitengeWebe wird ja über uns verbreitet, dass wir unsere Blüten erst am späten Nachmittag öffnen und in der Morgendämmerung bereits wieder verschließen. Da wir aber wahrnehmen konnten, dass sich unsere Gartenfee bei schönem Sommerwetter gern bis zur Mittagszeit auf der Terrasse aufhält, haben wir eine Ausnahme gemacht. 

Übrigens hat unsere Liebhaberin ein Foto von unserer Blütenpremiere gemacht. Ihr wollt es sehen? Da ist es:

Blütenpremiere am 4. Juli 2018 um 19.30 Uhr - kurz vor der Öffnung
Eine Dreiviertelstunde später

Damit Ihr mal sehen könnt, wie viele Blüten wir am Tag hervorzaubern, hat unsere Gartenfee damit eine Aussage gestaltet:

Zählen nicht nötig - es sind 31!
Das war die Blütenmenge nach erst zwölf Tagen Blühzeit (16.7.18), seitdem schenken wir der Gartenfee täglich mehr!

Heute Morgen - am 20. Juli - machten wir ihr ein weiteres besonderes Geschenk. Wir wissen, dass unsere Gartenfee das Nordlicht und seine wunderschönen Farben anhimmelt. Also gaben wir uns richtig Mühe und zauberten ein krasses Pink:


Dabei kann es auch vorkommen, dass wir direkt daneben eine ganz andersfarbige Blüte setzen:


Wie uns das möglich ist, haben wir unserer Gartenfee noch nicht verraten. Sie rätselt noch - ob es an unserer Stellung zur Sonne liegt, an Insekten, die uns besuchen (nein, das ist es nicht!) - wir hüllen uns in Schweigen. Aber vielleicht wird es ihr ja noch gelingen, unsere Künste zu begreifen ...

So inspiriert, entdeckte unsere Gartenfee gestern ein pinkfarbiges T-Shirt, das sie heute Morgen freudig über den Kopf zog. So gekleidet begegnete sie uns heute beim Öffnen der Terrassentür. Wir freuen uns, dass wir so sehr mit ihr verbunden sind!

Dann entwarf sie noch einen hübschen Schmuck, nachdem sie gestern bei einer Freundin das Basteln von einfachen Papierperlen gelernt hatte. Natürlich sollten die Polarlichter darin eine Rolle spielen:

Das Armband ist gekauft und war schon vorhanden,
die drei Perlen wurden auf eine grüne Jade-Perlenkette aufgezogen.



Der Schmuck passt ins bevorzugte Farbschema der Trägerin:

Eigenproduktion

Weiterer Schmuck wurde noch heute kreiert:

Das Armband gehört nicht zu den Eigenkreationen, passt allerdings farblich sehr gut.



Und zum Schluss noch eine letzte Kreation - die kleinen Röllchen in der türkisbunten Kette - gerollt aus alten Nordlichtkalender-Fotos:



Anmerkung der Gartenfee:

Morgen werde ich mir Halsreifen aus Edelstahl besorgen, auf die die Perlen nach Belieben aufgezogen werden können.


Stopp! Noch nicht gehen! Wir möchten uns noch im aktuellen Kleid präsentieren, auch endlich mal in voller Gestalt:

20. Juli 2018 um 17.30 Uhr


Wir bereiten schon wieder die nächste Blütengeneration vor. Altes und Neues verwandelt sich nebeneinander. Und tief im Grunde knospen schon die nächsten kleinen Wunderlinge ...

Tschüss und bis demnächst,

Eure Mirabilis Wunderblumen