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Montag, 26. Mai 2014

Ein Engel am Himmel

Als ich gestern Abend auf der Terrasse saß und meine Blicke schweifen ließ, entdeckte ich am Himmel einen riesigen Wolkenengel mit einem großen, runden Kopf, der mit fliehendem Haar und weit ausgebreiteten Flügeln über unseren Kirschbaum schwebte.


Er ließ mich an meinen Vater denken, denn an dem Abend, als er von uns gegangen war, spürte ich sein Fortleben in meinem Herzen, als ich unter unserem Kirschbaum herging. 

Auch Zitronenfalter flatterten gestern in Gefahrensituationen um mich herum, als ich mit meinem Rad auf Tour war. Am Sterbetag meines Vaters - am 15.3.2012 - war mir in jenem Jahr, als wir von der Intensivstation nach der Sterbebegleitung meines Vaters nach Hause zurückkehrten, der erste Zitronenfalter jenes Frühjahrs begegnet. Seitdem stellt er für mich eine Brücke zu meinem Vater-selig dar und immer, wenn dieser gelbe Falter auftaucht, bin ich erfüllt von Freude.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Engel, die durch Wolken schweben

Der ganze Tag wird begleitet von Hitze. Schon am Morgen brauen sich Gewitter zusammen, die sich aber nach kurzer Zeit wieder verziehen und den blauen Himmel und die sengende Sonne freigeben. Beim Frühstücken auf der Terrasse fiel uns am Himmel ein merkwürdiges Wolkenbild auf. Ob sich hier eine Windhose entwickelte?


Wie ein langer Schlauch zog sich eine waagerechte Formation von Nord nach Süd, ein Schlauch, der aus einem immer deutlicher werdenden Wirbel zu entspringen schien.

Am Abend dagegen, als sich erneut ein Gewitter über uns entwickelte, schien ein Engel durch ein Wolkenloch zu schweben, gerade so, als wolle er uns sagen: Fürchtet euch nicht! Ich bin bei euch.


Das zweite Foto hat mein Smartphone gemacht, noch dazu mit Telezoom, daher ist es nicht so scharf. Inzwischen haben sich auch diese Wolken nach vielen Blitzen und Donnerschlägen, aber ohne einen Tropfen Regen herabzulassen, schon wieder verzogen. Es ist 22 Uhr ... die Nacht kann noch laut werden.

Samstag, 27. April 2013

Unter den Wolken ...

Über den Wolken .... 
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, 
sagt man,
blieben darunter verborgen ....
(aus einem Lied von Reinhard Mey)

Und wo finden wir sie dann - 
die Ängste, die Sorgen, die Schatten?
Natürlich unter den Wolken!
Und wenn ein Flugzeug nicht so hoch fliegt,
dass es über den Wolken sich in der Freiheit bewegt,
dann machen seine Kondensstreifen ...
SCHATTEN!

Hier der Beweis:

Schatten von Kondensstreifen auf der hoch liegenden Wolkenschicht - entdeckt bei einem Gartenspaziergang

Aber nein!
Das kann nicht sein!

Die Sonne scheint doch nicht von unten gegen die Kondensstreifen ...

Wie erklärt es sich dann?
Wer weiß Rat?

Oder war es doch so,
weil die Sonne bereits unterging?

Ich weiß es nicht mehr,
denn das Foto habe ich schon lange in meinem Fotoapparat gehabt
und die Ursprungsdatei habe ich dort eben gerade gelöscht ...
so ein Mist!

Übrigens wäre der Sonnenuntergang dann von links unten her anzunehmen.
Das würde zum Schatten passen.


Sonntag, 20. Mai 2012

Wenn Wolken sprechen

Was für ein schöner Abend! Die Luft ist lau und durchwebt von schweren Blütendüften, die auf Wassermolekülen durch die Abenddämmerung reisen. Wen wundert es da, wenn man einen heimlichen Zuschauer am Himmel entdeckt? Ja, ich habe ihn ent-deckt, den großen stillen Beobachter, der sich ewig wandelt - von Form zu Form, von Bild zu Bild ... mein Kameraauge hat ihn festgehalten, den, der inzwischen in die Schwärze der Nacht getaucht ist und sich in neue Gestalten verflüchtigt hat.

Da ist das von mir erfasste Wesen, das meinem Inneren entspringt, weil es in meinem Bewusstseinshologramm seinen wahren Ursprung hat.


Ein großer Geist haucht seine schwindende Tageswärme in den Himmelswesten, wo der laue Luftstrom den letzten Sonnenstrahlen hinter den Horizont folgt, verdrängt von den kühlen Geistern der Nacht. Streng blickt das dunkle Wesen dem Tag hinterher, weiß noch nicht von seinem nahenden Untergang in der Finsternis des Nachthimmels.


Weiter im Norden folgt ihm auf dem Fuße ein trollnasiges Geschöpf, dem zwei Wolkenreiter ähnlicher Natur voranreiten. Sie laden ein zu immer wieder neuen Wolkengeschichten ...


... verlieren ihre Farbe ...


... kippen auf die andere Seite des Seins ...


... wo sie uns in neuer, wiederum größerer Gestalt höhnend laut das Gruseln lehren ...


... schallt es aus seinem tiefen Rachen
durch den grausigen Mund ...

Eine angstfreie und geruhsame Nacht wünscht
ULL-Rike