Montag, 26. Mai 2014

Lupinengenusspost

Nachdem ich die Lupinen sachlich untersucht und ihre Farbkombinationen dargestellt habe, möchte ich sie nun auch der Seele noch ein wenig näher bringen. Und das mögen diese digital in Richtung Gemälde veränderten Bilder tun. Vielleicht werde ich sie auch wirklich mal zeichnen ...

Viel Freude beim Genießen!








Hinter dem folgenden Link verbirgt sich eine Präsentation mit den Lupinen. Dabei habe ich die Farben auf meine Seele wirken lassen und sie mit realen Bildern assoziiert. Nach dem Anklicken oben rechts das Menu herausfahren und "Präsentieren" anklicken. Unten links kann man die Folien in Gang setzen oder anhalten um zu verweilen.


Lupinen des Jahres 2014

Immer, wenn das Frühjahr beginnt, beobachte ich die Lupinenecke in unserem Garten. Wie viele werden dieses Jahr kommen? Welche Farben werden erscheinen? 

Nun, dieses Jahr sind die im letzten Jahr großzügig ausgestreuten Samen gut aufgegangen, doch zur Blüte kommen ja erst die Pflänzchen, die letztes Frühjahr erschienen sind. Es ist also immer wieder ein neues Abenteuer.

Dieses Jahr habe ich die Lupinen alle einzeln fotografiert und stelle nun alle Farbkombinationen im Einzelnen vor. Es handelt sich immer um zwei Farben, die ich in einer stilisierten Lupinenblüte in der unteren Ecke darstelle. Ich bin auf 7(!) verschiedene Farbkombinationen gekommen. 

Zunächst das Lupinenfeld im Überblick:


Nun folgen die Farbvarianten:








Dazu habe ich noch eine schlicht weiße Kerze. 



Außerdem habe ich letztes Jahr eine dunkelrote Staudenlupine gepflanzt, die in diesem Jahr schon ordentlich zugelegt hat. Sie sieht kräftig und gesund aus, ist aber im Vergleich zu den zweijährigen Pflanzen gedrungener.



Übrigens habe ich mir für dieses Jahr etwas Besonderes vorgenommen. Es werden nach der Samenbildung kleine Tütchen mit ausgedruckten Fotos angelegt. Dann werde ich die Samen getrennt abnehmen und farblich sortiert in die gekennzeichneten Tütchen tun.

Was mich dazu veranlasste?

Es war der Kommentar eines Herrn J. B. aus W. in Österreich, der mich fragte, ob ich ihm nicht ein paar Samen der Farbkombination Rot-Blau zusenden könne, die er schon lange gesucht habe. 


Er hatte sie wohl schon seit zwei Jahren gesucht, dann habe er sie endlich gefunden und ein anderer habe sie ihm vor der Nase weggekauft. Nun hatte ich die Samen nur gemischt aufgehoben und konnte nicht feststellen, welche Samen hinterher eine rot-blaue Lupine ergeben würde. So schickte ich ihm eine Mischung. Bisher weiß ich natürlich noch nicht, ob ich ihm wirklich behilflich sein konnte. Ob die gesuchte Variation wohl dabei war? 

Meine 2014-Lupinen enthalten diese Farbvariante leider nicht, aber es sind so viele neue Pflänzchen aus Samen des Vorjahres (2013 - unter denen ja die gewünschte war) aufgegangen, dass ich Hoffnung für 2015 habe.

Und da das Anschauen dieser wunderschönen Blüten einfach ein Genuss ist, folgt anschließend noch ein Lupinengenusspost.

Ein Engel am Himmel

Als ich gestern Abend auf der Terrasse saß und meine Blicke schweifen ließ, entdeckte ich am Himmel einen riesigen Wolkenengel mit einem großen, runden Kopf, der mit fliehendem Haar und weit ausgebreiteten Flügeln über unseren Kirschbaum schwebte.


Er ließ mich an meinen Vater denken, denn an dem Abend, als er von uns gegangen war, spürte ich sein Fortleben in meinem Herzen, als ich unter unserem Kirschbaum herging. 

Auch Zitronenfalter flatterten gestern in Gefahrensituationen um mich herum, als ich mit meinem Rad auf Tour war. Am Sterbetag meines Vaters - am 15.3.2012 - war mir in jenem Jahr, als wir von der Intensivstation nach der Sterbebegleitung meines Vaters nach Hause zurückkehrten, der erste Zitronenfalter jenes Frühjahrs begegnet. Seitdem stellt er für mich eine Brücke zu meinem Vater-selig dar und immer, wenn dieser gelbe Falter auftaucht, bin ich erfüllt von Freude.

Freitag, 3. Januar 2014

Symbol der Hoffnung - die Christrose


Allen Bloglesern und -leserinnen wünsche ich ein gesundes, 
glückliches und erfolgreiches Jahr 2014!

In unserem Garten haben sich die ersten Christrosenblüten geöffnet, ein verheißungsvoller Gruß aus der himmlischen Welt. Feine Regentröpfchen haben sich wie Tränen auf der Außenseite der Blütenblätter versammelt. Das Weiß der Blume erstrahlt in Unschuld, winzige grüne Trichter bilden vor weichem Grün um die Staubgefäße herum einen kreisförmigen Reigen wie kleine Füllhörner des Glücks. In der Mitte strahlt aus dem sanften Gelb ein kleines Sextett von Stempelchen wie eine Krone hervor. Ja, als Königin des Winters dürfen wir sie wohl gern betrachten, diese in der kältesten Jahreszeit wacker sich aufrichtende Schönheit!

Möge sie auch Eure Seele berühren wie sie meine berührt hat!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Schönes im Herbst

Beim Aufräumen des Gartenhäuschens entdeckte ich zwei alte Tonblumentöpfe, die ich nicht mehr brauchte. Meine Nachbarin hatte dazu eine Idee: Zerschlag sie doch einfach, leg die Scherben in den Garten und bepflanze sie mit Semperviven. - Zerschlagen? Warum sollte ich sie zerschlagen? Ich grub sie einfach leicht schräg in  den Boden ein und bepflanzte sie mit kleinen Pflänzchen, dekorierte Steine und altes Holz aus dem Wald dazu und fertig war die Deko:


Vor den Töpfen befinden sich zwei riesige Kanaldeckel, die ich am liebsten bemalen möchte. Das Motiv? Zwei hübsche kreisförmige Tangle Designs vielleicht in Schwarz-Weiß? Zuerst einen Entwurf auf Papier zeichnen, dann mit grobem Bleistift übertragen und mit Zementfarbe ausfüllen. Und dann auf den Flohmarkt gehen und einen alten Tisch und einen alten Stuhl finden und draufstellen, darauf etwas Blumiges in einem alten geflochtenen Körbchen zum Beispiel. Ich träume ...


Zum Gedenken

Morgen hätten meine Eltern diamantene Hochzeit gehabt, wenn nicht ... mein Vater im Jahr 2012 verstorben wäre. Da sein Grab nicht in unserer Nähe ist, möchte ich morgen meines Vaters gedenken, indem ich sein kleines Rundbeet neu bepflanzt habe, das ich in unserem Garten angelegt hatte. Meine Mutter bekam einen Brief mit alten Fotos zur Erinnerung, denn
Erinnerung ist eine Form von Begegnung (Khalil Gibran)

Vor den Studentenblumen (Tagetes), die den ganzen Sommer über geblüht haben, steht nun ein würzig riechendes so genanntes Heiligenkraut, das im Frühjahr kleine gelbe Knopfblüten bekommen soll. Die Stiefmütterchen habe ich in Herbstfarben ausgewählt. So passen sie gut zu der dreifarbigen Heidekombination. Das Silberblatt auf der linken Seite ergänzt die farbigen Blumen mit zurückhaltendem Silbergrau. Die kleine Rose ist aus frostfestem Stein. Kleine Hornveilchen, die sich selbst versamt haben, sind bereits aufgegangen und werden im Frühjahr blühen.


Was könnte nur das Engelchen in seinen Körben tragen? Hat jemand eine Idee? Blümchen gehen nicht, denn die Körbe sind unten geschlossen und außerdem zu klein. Ein paar schöne Murmeln vielleicht?

Herbst - ohne weiteren Kommentar